Interspace 2010/2011 (MA)

Der Interspace ist eine virtuelle Realraumerweiterung. Mittels Installation von Kameras und Großbildprojektionen, Mikrofonen und Lautsprechern werden via Datenleitung voneinander entfernte bzw. physisch getrennte Orte miteinander verbunden. Interspaces sind Weiterentwicklungen von Interfaces. Während Interfaces Schnittstellen zwischen Mensch und Computer bilden, sind Interspaces Schnittstellen zwischen Umwelt und Computer. In Erweiterung zu Bildtelefonen oder Onlinekonferenzen werden bei Interspaces nicht nur Bilder (üblicherweise der Köpfe) der jeweiligen Diskutanten übermittelt, sondern Bilder der gesamten Räume, in denen sich die Diskutanten, Menschen, Tiere, das Interieur, etc. befinden.  Ähnlich der Beziehung zwischen Architektur und Malerei im Barock (Perspektive, Scheinmalerei, Spiegel, etc.) entstehen durch virtuelle Raumübertragungen völlig neue Raumgefüge – die Interspaces. Die Errichtung von Interspaces erschließt neue Aufgabenbereiche für Gestaltung und Technik und bewirkt einen Paradigmenwechsel in Architektur und Bildender Kunst.

 

Interspace in der ABK

Die Studierenden des Master Entwurfs Interspace haben an der ABK Stuttgart zwei Räume zu einem Interspace zusammengeschaltet. Ziel des Versuchs war nicht nur die Auswirkung eines Interspace zu untersuchen, sondern auch mögliche technische Lösungen auszuprobieren und sich mit typischen Problempunkten bei dem Aufbau auseinanderzusetzen.