Der Tiger von Venedig auf der Biennale

Foto: Philip Knauf

„Der Tiger von Venedig“ ist ein großmaßstäbliches multifunktionales Gebäude mit Sport-, Freizeit-, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Veranstaltungsräumen, Geschäftsflächen, Bürozonen und Appartements. Das hybride Gebäude lehnt jede Frage nach Bedeutung bzw. Funktion und deren kausalen Zusammenhang mit ihrer Form ab. Der Baukörper hat die Gestalt einer in die dritte Dimension extrudierten Kontur eines Tigers. Der Tierkörper avanciert zu einer überdimensionalen Figur und stellt in einer Zeit medialer Reizüberlastung, hoher Geschwindigkeit und Informationsüberflutung ein leicht lesbares Symbol seiner selbst dar. Die traditionellen Widersprüche zwischen Konstruktion und Dekoration, Abstraktion und Gegenständlichkeit, Figur und Hintergrund, Form und Funktion können überwunden werden, wenn Architektur als eine medienübergreifende Disziplin zwischen Ingenieurwesen, Skulptur, Malerei und Neue Medien begriffen wird. Das Erscheinungsbild des „Tigers von Venedig“ ist vor allem geprägt durch ein siebenachsiges Stahlbetontragwerk, in Form eines extrudierten Tigerfellmusters und durch Glasintarsien aus in Fischformationen fliegenden Paradiesvögeln. Der Bauplatz ist gekennzeichnet durch eine Kollage aus wichtigen Gebäuden der Architekturgeschichte, die zu einer großen künstlichen Ruine arrangiert wurden.

task force: Simon Bär, Sascha Bauer, Mark Blaschitz, Julian Fahrenkamp, Carlo Fischer, Armin Hartmann, Julian Herzberger, Iva Ivanova, Marcel Heller, Oliver Kärtkemeyer, Ho Kim, Philip Knauf, Edgar Konrad, Norbert Kull, Carolin Lahode, Enno Lehmann, Kara Lemke, Christoph von Mach, Volker Menke, Ina Nikolova, Hannes Nokel, Manuel Rausch, Janis Rozkalns, Boris Rüther, Irene Schweizer, Felix Stammler, Mark Tomka, Philipp Untersteiner

designed at the: Bachelor Studio of Basics, Design and Housing
Master Studio of Architecture and Housing
Chair of Housing, Basics and Design
Department of Architecture
Stuttgart State Academy of Art and Design in Germany

thanks to: Ludger Hünnekens, President of the Stuttgart State Academy of Art and Design, Matthias Knapp, Chancellor of the Stuttgart State Academy of Art and Design, the colleagues of the Stuttgart State Academy of Art and Design, Stephan Engelsmann, Nicolas Fritz, Sokratis Georgiadis, Peter Litzlbauer, Michel Müller, Andreas Quednau, Eduard Schmutz, Tobias Wallisser, Annett Zinsmeister, the guest critics of this year, Peter Braumann, Helmut Caesar, Peter Ebner, Angelika Fitz, Petra Stephan, Franziska Ullmann, Carlo Weber, Eric Owen Moss, commissioner of the Austrian Pavilion
and the Partners of SPLITTERWERK in Graz

powered by: BASF – The Chemical Company; Kremer Pigmente GmbH & Co. KG

location: La Biennale di Venezia, Austrian Pavilion, Giardini della Biennale, Venezia

Foto: Ina Nikolova

Foto: Philip Knauf

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Foto: Janis Rozkalns

Foto: Janis Rozkalns

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